Portrait von Martina Manz, analoge Filmfotografin
Über mich

Hinter der Kamera

Ich bin Martina. Aufgewachsen in Prag, kam ich zum Literaturstudium nach Berlin, und irgendwann gewann die Kamera. Seit mehr als zwanzig Jahren fotografiere ich auf Film, und seit neun Jahren stehen Hochzeiten im Mittelpunkt meiner Arbeit. Film hat mich sehen gelehrt. Bis heute ist er für mich der ehrlichste Weg zu einem Bild.

Am glücklichsten bin ich, wenn ich mich so in den Rhythmus eines Hochzeitstags einfüge, dass ich fast verschwinde. Wenn ich nicht arbeite, findet ihr mich meist beim Schwimmen: in Berlins Seen, im Meer, wo immer Wasser ist.

Grundlagen

Was meine Arbeitsweise geprägt hat

Vor den Hochzeiten standen Jahre der Portraitfotografie. Sie haben mich gelehrt, still zu warten, bis jemand die Kamera vergisst. Diese Ruhe steckt bis heute in meiner Arbeit.

Meine Ausbildung zur Bildredakteurin an der Ostkreuzschule für Fotografie hat etwas anderes geschärft: das Gespür dafür, wie Bilder nebeneinander wirken und warum die Auswahl ebenso zählt wie der Moment des Auslösens.

Hochzeitsgast steht in der Abenddämmerung hüfttief im See und hebt ein Weinglas, während andere um ihn herum schwimmen, analoge Filmaufnahme
Am Hochzeitstag

Worauf ich achte

Ein Hochzeitstag lässt sich nicht wiederholen, deshalb unterbreche ich ihn so selten wie möglich. Ich bleibe dicht am Geschehen.

Hochzeiten zeigen Menschen von einer seltenen Seite. Sie sind nervös, großzügig, witzig und so sehr sie selbst wie an kaum einem anderen Tag. Ich achte darauf, wie sie zusammenkommen. Auf die Eltern vor der Trauung, auf die Freunde am Rand des Raumes, auf die kleinen Gesten, die zeigen, wer zu wem gehört. Jahre später sind es diese Bilder, die man am längsten in der Hand hält.

Bräutigam trägt die lachende Braut auf den Armen, während sie ihren Brautstrauß schwingt, analoge Filmaufnahme

Wenn meine Art zu sehen zu dem passt, wie ihr euch an eure Hochzeit erinnern möchtet, erzählt mir gern, was ihr plant.